Von Frank Sagel, am 4.2.02 um 9:58:17 Uhr.
Einbinden von Videos: Flash in der Extremen
Was tun wenn man für eine CD ROM Anwendung Video einbinden will, aber man keine Lust hat, mehrere tausend Euro für Director auszugeben? Was wenn dem User die Installation von Quicktime nicht zuzumuten ist?
Videos kann man auch in Flash als Quicktime einbinden. Der Haken ist allerdings, dass der Flash Player diese nicht abspielen kann.
Die Lösung ist, die Filmsequenzen als Einzelbilder zu importieren (das ist ja bereits bekannt). Dieses ist in Flash 5 zwar recht komfortabel gelöst. Wenn es sich um längere Movies dreht, tauchen jedoch einige Schwierigkeiten auf.
Systemvoraussetzungen unter MacOS 9.2.2
Um die entstehenden Dateien zu handeln benötigt Flash quasi unbegrenzt Speicher (RAM). Ca 500 MB Speicherzuteilung ermöglicht Flash das handling von für dieses Programm ungewöhnlich großen Dateien. Wie soviele andere Programme (z.B. QuarkExpress) wird zudem auf dem Volume auf dem sich der aktive Systemordner befindet, erhebliche Festplattenkapazität benötigt. Bei den Folgenden Beispielen hatte ich mehr als 1,2 GB freien Platz auf der Systempartition und mehr als 30 GB auf einer weiteren.
kleine Tipps
Es empfiehlt sich möglichst häufig abzuspeichern. Durch die Anzahl der Redo-Schritte wird der Speicherbedarf aufgebläht und ein Speichern der Datei ggfs. unmöglich (Absturz).
Ganz allgemein ist die Angelegenheit mit einem betagten G4 350 MHZ eher langwirig. Der Rechner muckt bei 1500 Einzelbildern ( ca 2 min a 12 Frames/sek) und lässt sich Zeit. Wenn man blinkende Trennzeichen in der Menüleistenuhr aktiviert hat, kann man erkennen, dass der Rechner (noch) nicht abgestürzt ist
Importiert man in Flash eine Bildsequenz wird diese in der Mitte des Hauptfensters und nicht etwa in der Mitte des Filmes plaziert. Die Bühne ist also entsprechend anzupassen (Ansicht 100%).
Flash ist nicht Quicktime
Die Prozessorleistung spielt eher eine untergeordnete Rolle. Getestete Sequenzen liefen problemlos auch auf 90 MHZ Rechnern. Generell gibt es jedoch Probleme mit dem Arbeitsspeicher. Flash gibt Speicherreserven nicht ohne weiteres frei und so kann es auf Intel Rechnern unter Win32 schnell zu Abstürzen des Players kommen. Hier hilft nur Testen. 160 x 120 px sind bei 64 MB RAM und 300 MB freier Festplattenkapazität auf der Dose bereits zuviel, wohingegen Opas ppc 7200 mit 32 MB RAM zwar etwas ruckelt, aber den Kampf zumindest nicht aufgibt. 120 x 90 px läuft auch auf dem PC mit 64 Mb RAM stabil.
Wenn man das richtige Ausgangsmaterial nimmt, kann man die Performance etwas steigern. Geditherte GIF Sequenzen mit 256 Farben benötigen gegenüber PICT während des Abspielens weniger Speicher, da sie nicht so groß sind und nicht so stark komprimiert werden müssen. PNG ist bei längeren Sequenzen nicht einsetzbar, da beim Import ein nerviger Dialog effizientes Arbeiten verhindert.
Der Player freut sich, wenn hin und wieder mal ein Titel eingeblendet wird, bzw. strategisch verteilt einige Standbilder Verwendung finden. Dateigrößen von 12,5 Mb sollten nicht überschritten werden. Die Soundart ist selbstredend Streaming. Der Sound ist bei MP3 Kompression mit 16 kb/sek ist etwas mau und evtl. kann man hier etwas verbessern bei der Vorverarbeitung.
Flix
Natürlich gibt es auch eine Software die dass Einbinden von Videos für uns erledigt, die kostet allerdings dann wieder USD 99,00 und bringt m.E. keinerlei Vorteile (ausser dass es evtl. etwas schneller geht).
http://www.wildform.com/flix/
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