Extensive social networking
Vor gut einem Monat wurde ich zu Orkut eingeladen. Einmal angemeldet, habe ich mich auf die Suche nach mir bekannten Leuten begeben, aber kaum jemanden gefunden. Allerdings waren und sind fast alle Mitarbeiter aus meinem Büro dort registriert, so dass man auf unaufdringliche Art und Weise mehr über die Leute, die am Rechner gegenüber arbeiten erfahren konnte. Leider ist der Orkut Server extrem überlastet, so dass man einiges an Geduld mitbringen muss. Interessant aber die Mischung aus realem und virtuellem Leben.
Nach Orkut habe ich bei OpenBC vorbeigeschaut. Geht es bei Orkut eher um das Auffinden von Freunden und Bekannten, so ist bei OpenBC strictly Business angesagt. So ziemlich alle Personen, mit denen ich während der letzten Monaten zwecks Arbeitssuche zu tun hatte, sind dort vertreten. Folglich sind sehr viele Anzüge und Krawatten auf den persönlichen Seiten zu sehen.
Die dritte Station war LinkedIn. Es ist wesentlich weniger visuell als Orkut. Beispielsweise besteht nicht die Möglichkeit, Portraits zu uploaden, was ein wenig schade ist. Weiter kam ich noch nicht dazu, mich näher mit LinkedIn auseinanderzusetzen. Ich wurde abgelenkt, nämlich von dem vierten im Bunde: Friendster.
Bei dem Klassiker hatte ich mich schon vor einiger Zeit angemeldet, den Account aber nicht weiter genutzt. Dieses Wochenende aber hat Friendster mir alle Seifenopern der Welt würdig ersetzt. Hat man einmal den Einstieg gefunden, breitet sich das gesamte Weggeh-Berlin-Netzwerk vor einem aus. Nahezu jeder, den man abends auf Parties bemerkt hat, ist dort vertreten. Man sieht, wer mit wem befreundet ist, wer wie welche Testimonials schreibt, kurz: der ganze Klüngel. Hinzu kommen noch einige, bzw. sehr viele, illustre Personen, wie David Lindwall, Peaches oder Steve Morell, der wiederum, man mag es kaum glauben, aus meiner Heimatstadt Fulda kommt.
Im Moment ist folglich Friendster mein Favorit, was aber eher an den dort vertretenen Personen liegt, als an Friendster selbst. Orkut bietet beispielsweise viel mehr Möglichkeiten, die bei Friendster nur durch Tricks möglich sind (wie etwa das Anlegen von Gruppen), hat aber den gravierenden Nachteil des langsamen Servers.
OpenBC und LinkedIn gilt es noch genauer zu erforschen, wobei ich LinkedIn schon jetzt favorisiere, da OpenBC zu viele Beschränkungen für nicht bezahlende Mitglieder aufweist.
Abschliessend noch der Verweis auf das Seminarweblog Social Software und die Aufforderung an alle die mich kennen sollten, mir Einladungen zu schicken. Ich bin dabei, zumindest für den Moment.
memetik 15.8.04; 18:40:39 Uhr Trackback [105]